Projekte
ruxx
Im Januar 2021 beteiligte sich die GENIUS eG erfolgreich an einem Konzeptverfahren zur Vergabe des landeseigenen Erbbaugrundstücks in der Robert-Uhrig-Straße 15a. Das bauliche Konzept zielt auf eine lebendige inklusive Hausgemeinschaft. Es wurde von BARarchitekten und Stine Kolbert entworfen und von Studio CHplus in Abstimmung mit den Nutzer*innen weiterentwickelt. Entwurfsplanung und bauliche Umsetzung wurden von Studio CHplus übernommen.
Die flexible Grundstruktur des Gebäudes ermöglicht es, das Wohnungsangebot geschossweise zu variieren. Es wurde ein Nutzungsmix aus elf 1-2-Raumwohnungen, einer rollstuhlgerechten 4-Raumwohnung, zwei großen Gemeinschaftswohnungen sowie einer kleinen Büroeinheit und Gewerberäumen realisiert.
Im Erdgeschoss bietet die Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH im Atelier ruxx 14 Menschen mit Behinderungen einen künstlerischen Beschäftigungsplatz und betreut im Haus weiterhin Jugendliche bzw. junge Erwachsene in einer Zweier-WG.
Im ersten und zweiten Obergeschoss begleitet COMES e.V. Menschen mit Lernschwierigkeiten in je einer Wohngemeinschaft mit fünf Plätzen. Ergänzend zu den Wohngruppen übernimmt COMES drei Einzelwohnungen für lernbeeinträchtigte Erwachsene.
Die INDEPENDENT LIVING Stiftung Jugendhilfe betreibt, über mehrere Geschosse verteilt, insgesamt vier Plätze des Betreuten Einzelwohnens für Jugendliche und junge Erwachsene.
Entsprechend der inklusiven Zielsetzung der GENIUS eG haben im Neubau in der Robert-Uhrig-Straße auch andere Wohnungssuchende Platz gefunden. Um langfristig bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, entstanden vier geförderte Mietwohnungen für WBS-berechtigte Haushalte. Drei der Wohnungen sind an Rollstuhlfahrer*innen vermietet.
Mit dem Einsatz von Wohnungsneubauförderung und der Förderung des Neubaus von Wohnraum für Soziale Träger des Landes Berlin, mit KfW-Mitteln, Eigenkapital der beteiligten Träger und einem günstigen Bankdarlehen der GLS ist es gelungen, dauerhaft preiswerte Mieten im Gebäude zu gewährleisten. Die Stiftung Parität Berlin förderte das Vorhaben mit einem ergänzenden Zuschuss als 11. Haus der Parität.
Die ersten Mieter*innen haben das Gebäude im Februar 2026 bezogen.
